Eine Reaktion auf das Unmögliche

Am Samstag, den 13. Februar 2016, erschien im Usinger Anzeiger unter dem Titel "Chefsache?" ein gereimter Leserbrief des Merzhausener SPD-Ortsbeirats-Kandidaten Hansjörg Göttl als Reaktion auf die Verwirrung um die Nordumgehung und Hessen Mobil. Das Gedicht zeichnete sich durch einen unter Demokraten unmöglichen, beleidigenden Stil aus - unter anderem wurde unser Bürgermeister als "Schmeißfliege" bezeichnet - den wir hier nicht darstellen wollen. Interessierte dürfen gern auf der Homepage des Usinger Anzeiger nachlesen.

Wie reagiert man nun auf diese unterirdische Art, die mit Verweiß auf die gerade abgelaufene Narrenzeit abgedruckt wurde? Lukas Hille hat es sich nicht nehmen lassen, die Ereignisse der auf den Leserbrief folgenden Tage ebenfalls reimend darzustellen.

Hier also die Fortsetzung - ebenfalls nachzulesen im Usinger Anzeiger - mit dem freundlichen Tipp an Herrn Göttl, in Sachen Leserbriefe doch einmal die Fastenzeit ernst zu nehmen:
 

Chefsache II
Hört hört, ihr Leut, und lasst euch sagen,
mir wurde neulich angetragen,
dass, voll Freude und mit großer Wonne,
wohl strahlend heiter, wie die Sonne,
zu reimen oft das Herz sich sehnt,
wenn als Gerechter man sich wähnt.

So ritt, in strahlend roter Platte
 - als man von fern vernommen hatte,
dass in der Hauptstadt nicht erkannt,
was hier man selbstverständlich fand -
ein Zug von Narren aus gen Feld;
da wähnte selbst man sich als Held.

Der Schlachtplan, dachte man sich heiter,
der trägt uns höher, und auch weiter!
So hielt man gänzlich jedes Stück
Information gar lang zurück!
Da schwieg man wochenlang ganz still,
dass man in Usingen nicht bauen will!

Um dann, mit Pauken und Trompeten,
den Sturm des Ärgers loszutreten
sechs Tage vor dem Podium.
Man wähnte sich als Sieger schon!
Auf Kosten nur der Bürgerlein
deren Held man wollte sein.

Das Ende nun der kühnen Sage?
Der Meister schafft‘s am vierten Tage
die Lösung des Problems zu finden.
Der Lehrling, wahrlich, muss sich winden!
Die Chefsache, die sollt dies sein?

Der Chef konnts lösen. Der Narr fährt heim.

« Von Demokratie, Demonstrationen und der staatsbürgerlichen Verantwortung Downloadbereich »